Schleuderguss im Vergleich

Statischer Guss

Schleuderguss

Erstarrung unter Erdbeschleunigung, daher verbleiben Lunker und Verunreinigungen im Material Erstarrung unter bis zu 120-facher Erdbeschleunigung, dadurch sehr reines und hochverdichtetes Gefüge
mechanische Eigenschaften nach oben begrenzt mechanische Eigenschaften bei gleichem Material wesentlich besser (vergleichbar mit den Werten geschmiedeter Teile)
ungerichtetes Gefüge,
ungleichmäßiger Verschleiß
durch gleichmäßig gerichtete Erstarrung von der Kokillenwand zur Bohrung gerichtetes Gefüge und über den Umlauf gleichmäßiger Verschleiß
Modelle erforderlich (Logistik, Modellkosten) nicht an Modelle gebunden (Kokillen werden als Dauerformen zumeist aus dem umfangreichen Bestand verwendet)
im Rahmen der gießtechnischen Beschränkungen freie Formenwahl keine Beschränkung auf bestimmte Abmessungen, jedoch an zentrische Bohrung gebunden
komplizierte Anschnitt- und Speisertechnik, welche bereits bei der Konstruktion des Gussteils berücksichtigt werden muss keine Anschnitte, keine Speiser
Werkstoffwahl für ein Modell nur begrenzt Einsatz jedes Werkstoffs möglich (von niedrig legierten bis eisenfreien Werkstoffen, z. B. Cr-Ni Mo)
spezielle Gießtechnik, wie Verbundguss, kaum realisierbar Möglichkeit zum Verbundguss, um beispielsweise eine harte Außen- und eine duktile Innenschicht kostengünstig zu erzeugen